Allergie: Behandlung

Allergie: Behandlung

Wird eine Allergie nicht richtig behandelt, können sich die Symptome verschlimmern. Zudem besteht die Gefahr, dass sich die Allergie ausweitet. Umso wichtiger ist eine konsequente Behandlung der Allergie. Lesen Sie hier, was Sie dazu wissen sollten.

Warum die Behandlung wichtig ist

Nehmen Sie Allergien nicht auf die leichte Schulter, sondern werden Sie aktiv: Reduzieren Sie den Kontakt mit den Allergieauslösern so gut wie möglich und setzen Sie auf eine konsequente Behandlung. Denn…

  • … Allergiebeschwerden wie Schnupfen, Augenjucken und Niesattacken können den Alltag stark beeinträchtigen und auch zu Leistungseinbußen in Schule und Beruf führen.
  • …auf lange Sicht kann sich aus einem allergischen Schnupfen ein allergisches Asthma entwickeln.
  • ... ein Teil der Betroffenen reagiert von vornherein auch mit schweren Symptomen wie zum Beispiel Atemnot.
  • … die Allergie kann sich ausbreiten und so dazu führen, dass man auf immer mehr Substanzen allergisch reagiert.

Wichtig: Beschwerden, die auf eine Allergie hindeuten, sollten ärztlich abgeklärt werden. Wichtig ist, dass die genauen Auslöser der Beschwerden ermittelt werden – denn bei einer Allergie gegen Pollen sind andere Maßnahmen gefragt als etwa bei einer Allergie gegen Hausstaubmilben oder Tierhaare.

Allergie: Therapie im Überblick

Für die Behandlung von Allergien stehen grundsätzlich drei wichtige Therapieprinzipien zur Verfügung: Die Vermeidung der Allergieauslöser (Allergenkarenz), die medikamentöse Behandlung akuter Symptome und die sogenannte Hyposensibilisierung.

Allergenkarenz

Die sogenannte Allergenkarenz – also die Meidung der Allergieauslöser – ist die sicherste Methode, um die Symptome einer Allergie zu vermeiden und einer Verschlimmerung vorzubeugen. In Abhängigkeit davon, ob etwa Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare die allergischen Symptome hervorrufen, sind unterschiedliche Maßnahmen geeignet, um die Allergenbelastung zu reduzieren. Mehr erfahren

Medikamente gegen akute Symptome

Oft ist es nicht möglich, den Kontakt mit den Allergieauslösern dauerhaft und vollständig zu umgehen. Daher sollten Betroffene damit rechnen, dass immer wieder Symptome auftreten können. Medikamente, die antiallergisch wirken, können akute Beschwerden schnell und zuverlässig lindern. Mehr erfahren

Hyposensibilisierung

Die sogenannte Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) hat einen hohen Stellenwert bei der Behandlung zahlreicher Allergien wie zum Beispiel Heuschnupfen und Hausstauballergie. Sie bietet die Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung. Ziel ist es, dem Körper die Allergie „abzugewöhnen“. Durch die regelmäßige Gabe kleiner Dosen des Allergens soll die allergische Reaktion abgeschwächt werden oder bestenfalls sogar ganz ausbleiben. Mehr erfahren

Allergieauslöser vermeiden

Bei der sogenannten Allergenkarenz handelt es sich um eine zentrale Behandlungsstrategie bei Allergien. Oft kann eine Besserung der Beschwerden erreicht werden, indem der Kontakt mit den Allergieauslösern gemieden oder zumindest reduziert wird. Das bedeutet zum Beispiel:

  • Bei Heuschnupfen: Vor Aktivitäten im Freien die Pollenflugvorhersage beachten und abends duschen, um Pollen von Haaren und Haut zu entfernen.
  • Bei Tierallergie: In der Regel ist die Trennung vom Haustier unvermeidlich. Sorgfältige Reinigungsmaßnahmen helfen, die Allergenbelastung in der Wohnung zu reduzieren. Mehr erfahren
  • Bei Hauststauballergie: Die Allergenbelastung in der Wohnung kann durch verschiedene Maßnahmen reduziert werden. Für Matratzen werden Schutzbezüge (Encasings) empfohlen. Mehr erfahren
  • Bei Nahrungsmittelallergie: Durch das strikte Weglassen der problematischen Lebensmittel können Symptome vermieden werden. Mehr erfahren
  • Bei Kontaktallergie: Modeschmuck oder verschiedene Kosmetika können allergische Reaktionen hervorrufen – der jeweilige Allergieauslöser sollte vermieden werden.

Was viele nicht wissen: Einige Allergene ähneln sich so stark, dass sogenannte Kreuzreaktionen auftreten können. Dieses Phänomen führt zum Beispiel dazu, dass Heuschnupfen-Patienten oft auch auf rohes Obst allergisch reagieren. Mehr über Kreuzallergien erfahren

Medikamente zur Behandlung akuter Symptome

Trotz aller Bemühungen gelingt es häufig nicht, den Kontakt zum Allergieauslöser komplett zu vermeiden. Daher können immer wieder akute Allergiebeschwerden wie Fließschnupfen, Niesattacken oder Hautreaktionen auftreten, die mit geeigneten Mitteln gegen Allergie behandelt werden sollten. Diese setzen nicht an der Ursache der Allergie an, können jedoch auftretende Symptome zuverlässig lindern oder sogar beseitigen. Ärzte sprechen in diesem Zusammenhang von einer symptomatischen Therapie.

Grundsätzlich stehen mehrere Wirkstoffgruppen zur Behandlung allergischer Symptome zur Verfügung: Sie setzen an unterschiedlichen Stellen in der allergischen Reaktion an. Die jeweilige Wirkweise hat unter anderem zur Folge, dass manche Medikamente Allergie-Beschwerden besonders schnell lindern und andere etwas Zeit benötigen, bis sie ihre volle Wirkung entfalten und dann die Symptome nachhaltiger bekämpfen können.

Mittel gegen Allergie: Überblick

Die beiden zentralen Wirkstoffgruppen bei der Behandlung von Allergien sind Antihistaminika und Glukokortikoide. Welche Arzneimittel im Einzelfall geeignet sind, hängt unter anderem von der Art der Allergie und von der Lokalisation, Schwere und Ausprägung der Beschwerden ab. Zusätzlich spielen individuelle Faktoren wie etwa das Alter des Allergikers oder das Bestehen einer Schwangerschaft eine Rolle.

Antihistaminika

Antihistaminika sind die klassischen Antiallergika. Bei leichten bis mittelschwer ausgeprägten Symptomen sind sie in der Regel das Mittel der Wahl. Antihistaminika kommen zum Beispiel bei allergischem Schnupfen (z. B. Heuschnupfen, Tierallergie, Hausstaubmilbenallergie) zum Einsatz und werden auch bei allergisch bedingten Hautreaktionen eingesetzt. Ein wichtiger Vorteil der Antihistaminika ist ihre schnelle Wirksamkeit.

Wirkweise: Antihistaminika hemmen die Wirkung von Histamin. Dabei handelt es sich um einen körpereigenen Botenstoff, der eine Schlüsselrolle bei der Auslösung allergischer Beschwerden spielt. Bei Allergenkontakt wird im Körper vermehrt Histamin ausgeschüttet. Der Botenstoff bindet an bestimmte Rezeptoren auf den Zellen und sorgt in der Folge dafür, dass die typischen Allergiesymptome (z. B. Fließschnupfen, Augenrötung, Niesreiz, Juckreiz) ausgelöst werden. Die Wirkstoffgruppe der Antihistaminika blockiert diese Rezeptoren und verhindert so, dass das Histamin „andocken“ und seine Wirkungen entfalten kann. So kann häufig eine schnelle Linderung von Allergiesymptomen erreicht werden.

Darreichungsformen: Antihistaminika werden oft in Form von Tabletten (Allergie-Tabletten), Saft oder Tropfen innerlich angewendet. Es gibt jedoch auch Nasensprays oder Augentropfen, die spezielle Antihistaminika enthalten und zur lokalen Behandlung von Allergiebeschwerden geeignet sind.

Gut zu wissen: Vor allem Antihistaminika-Tabletten, die ältere Wirkstoffe enthalten (Antihistaminika der ersten Generation wie Dimetinden, Hydroxyzin), können müde und benommen machen. Bei modernen Antihistaminika wie Cetirizin oder Desloratadin tritt diese Nebenwirkung je nach Präparat seltener auf, kann jedoch nicht komplett ausgeschlossen werden.

Glukokortikoide

Glukokortikoide (umgangssprachlich auch “Kortison” genannt) verfügen über eine besonders starke antiallergische Wirkung und haben zusätzlich auch entzündungshemmende Effekte. Speziell bei Heuschnupfen werden Nasensprays mit Kortison häufig empfohlen, weil sie die allergischen Symptome zuverlässig und langanhaltend bekämpfen.

Wirkweise: Kortison (besser: Kortisol) ist ein körpereigenes Hormon, das vielfältige lebenswichtige Prozesse im Körper wie etwa den Stoffwechsel und den Wasser- und Mineralstoffhaushalt beeinflusst. In Kortison-Präparaten werden künstlich hergestellte Abkömmlinge des Kortisols eingesetzt. Diese zeichnen sich durch ausgeprägte antiallergische und entzündungshemmende Eigenschaften aus. Während Antihistaminika ausschließlich die Wirkungen des Botenstoffs Histamin blockieren, verfügen Kortison-Präparate über eine breitere antiallergische Wirksamkeit: Sie hemmen zum Beispiel die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe, die Aktivierung von „Entzündungszellen“ und lindern Schwellungen.

Darreichungsformen: Zur Behandlung von allergischen Symptomen kann Kortison zum Beispiel in Form von Salben, Nasensprays oder Augentropfen zum Einsatz kommen. Bei mittelschweren bis stark ausgeprägten Heuschnupfen-Symptomen wird oftmals ein kortisonhaltiges Nasenspray zur Linderung der Symptome empfohlen. Bei schweren allergischen Reaktionen kann auch die Einnahme von Tabletten erforderlich sein.

Gut zu wissen: Während bei einer langfristigen innerlichen Anwendung von Kortison (z. B. Tabletten) mit verschiedenen Nebenwirkungen zu rechnen ist, ist eine rein lokale Behandlung mit Salben oder Nasensprays in der Regel gut verträglich, da die Wirkstoffe direkt vor Ort wirken.

Weitere Medikamente

Neben Antihistaminika und Glukokortikoiden stehen noch zahlreiche weitere Wirkstoffgruppen zur Verfügung, die in bestimmten Fällen zum Einsatz kommen können.

  • Calcineurin-Hemmer: Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken und vorwiegend in Form von Salben oder Cremes auf der Haut angewendet werden (z. B. als Alternative zu Kortisonsalben bei Neurodermitis).
  • Cromone: Sie sind schwächer und kürzer wirksam als Antihistaminika und müssen daher mehrmals täglich angewendet werden. Aufgrund ihrer guten Verträglichkeit können entsprechende Medikamente (z. B. Nasensprays, Augentropfen, Tabletten) nach Rücksprache mit dem Arzt bei Kindern oder Schwangeren zur Behandlung von allergischem Schnupfen oder Nahrungsmittelallergien infrage kommen.
  • Leukotrien-Rezeptor-Antagonisten: Sie kommen u. a. zur Behandlung von leichtem bis mittelschwerem allergischem Asthma bei Kindern und Jugendlichen zum Einsatz und werden meist mit einem anderen Medikament kombiniert.
  • Antikörper-Therapie: Diese relativ neue Behandlungsform zielt darauf ab, das Immunsystem mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Dazu werden synthetisch hergestellte Antikörper (auch „Biologics“ genannt) in der Regel als Spritze verabreicht, um Entzündungen infolge von allergischem Asthma, Neurodermitis oder Nesselsucht zu lindern.
  • Bronchienerweiternde Wirkstoffe: Sie werden zur Linderung der Symptome bei allergischem Asthma eingesetzt. In der Regel werden die Substanzen inhaliert.
  • Sogenannte Dekongestiva: Bei allergischem Schnupfen können kurzzeitig auch abschwellende Nasentropfen oder -sprays zum Einsatz kommen. Sie bewirken eine Abschwellung der Nasenschleimhaut und erleichtern die Nasenatmung, allerdings muss ihre Anwendung auf wenige Tage beschränkt werden.

Notfall-Medikamente

Manche Menschen neigen zu einer generalisierten allergischen Reaktion. Das bedeutet, dass die allergischen Symptome nicht nur an einer Stelle – zum Beispiel auf der Haut oder an der Nasenschleimhaut – auftreten, sondern den ganzen Körper betreffen. Die extremste Reaktion ist der allergische Schock. Dabei handelt es sich um einen lebensbedrohlichen Zustand, der mit Atemstillstand und Herzversagen einhergehen kann und sofort notfallmedizinisch behandelt werden muss.

Menschen, die wissen, dass sie zu anaphylaktischen Reaktionen neigen, sollten immer ein Notfall-Set bei sich tragen. Dieses wird vom Arzt verschrieben und enthält neben einem schnell wirksamen Antihistaminikum und einem Kortison-Präparat (Tablette oder Zäpfchen) auch eine Fertigspritze mit Adrenalin, die sich Betroffene selbst in den Muskel verabreichen können.

Hyposensibilisierung

Die spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) setzt direkt an der Ursache der Allergiesymptome an: der überschießenden Reaktion des Immunsystems. Ziel der Behandlung ist es, den Körper nach und nach an die Allergene zu gewöhnen und so die allergische Reaktion deutlich abzuschwächen oder ganz zu vermeiden. Dazu werden die Allergene in niedriger Dosierung und regelmäßigen Abständen in Form von Spritzen beim Arzt verabreicht. Alternativ besteht oft auch die Möglichkeit, dass die Betroffenen die Behandlung in Form von Tropfen oder Tabletten zu Hause selbst durchführen.

Speziell bei Hausstauballergie und Heuschnupfen ist die Hyposensibilisierung sehr erfolgversprechend und wird daher oft empfohlen. Allerdings muss viel Zeit für diese Behandlung eingeplant werden: Sie erstreckt sich meist über mehrere Jahre und sollte deshalb möglichst früh im Krankheitsverlauf zum Einsatz kommen.

Häufig lohnt es sich jedoch, die Zeit und Mühe zu investieren. Denn neben dem therapeutischen Effekt (Linderung der Allergie-Symptome) können auch präventive Wirkungen erzielt werden. So kann eine Hyposensibilisierung mitunter vermeiden, dass sich weitere Allergien entwickeln oder dass sich ein allergischer Schnupfen auf die Bronchien ausdehnt und ein allergisches Asthma entsteht.

Tipps für Allergiker

Genaue Diagnose ist wichtig

Beschwerden, die auf eine Allergie hinweisen könnten, sollten ärztlich abgeklärt werden. Mit speziellen Tests lässt sich feststellen, ob tatsächlich eine Sensibilisierung (Allergiebereitschaft) vorliegt und gegen welche Substanzen Sie allergisch reagieren. Erst wenn klar ist, ob Hausstaubmilben, Pollen oder Tierhaare das Problem sind, können Sie gegen die Allergie aktiv werden.

Tipp: Bereiten Sie sich möglichst gut auf Ihren Arzttermin vor. Je präziser Sie beschreiben können, welche Beschwerden wann auftreten, desto besser. In diesem Zusammenhang kann es hilfreich sein, im Vorfeld ein Allergietagebuch zu führen. Vordrucke gibt es online.

Allergieauslöser meiden

Oft kann eine Besserung der Beschwerden erreicht werden, indem der Allergen-Kontakt vermieden oder zumindest reduziert wird. Heuschnupfen-Geplagte sollten zum Beispiel bei der Planung von Aktivitäten im Freien die Pollenflugvorhersage berücksichtigen. Richtet sich die Allergie gegen das eigene Haustier, ist es meist unvermeidlich, das Tier abzugeben. Löst eine Hausstauballergie die allergischen Symptome aus, kann u.a. die Verwendung von Schutzbezügen für Matratzen (Encasings) hilfreich sein.

Gut zu wissen: Eine vollständige Allergenkarenz ist oft nicht möglich. Daher müssen Betroffene damit rechnen, dass immer wieder Symptome auftreten können. Diese sollten mit geeigneten Medikamenten behandelt werden.

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  • * Zustimmung zur Aussage „Ist das beste Allergiespray“ in einer Online-Befragung von 1.013 Verwender/innen mind. eines der 6 absatzstärksten Allergie-Nasensprays in Deutschland, Hexal AG (2020); Quelle: IPSOS

Vorsicht, Kreuzallergien!

Viele Heuschnupfen-Geplagte kennen es: Beim Verzehr von Äpfeln kribbelt es plötzlich im Gaumen oder die Lippen fühlen sich pelzig an. Oft steckt eine sogenannte Kreuzallergie dahinter. Das bedeutet: Die Pollenallergene sind jenen im Apfel so ähnlich, dass der Körper mit allergischen Symptomen reagiert. Solche Kreuzreaktionen sind zum Beispiel auch bei verschiedenen Tierarten nachgewiesen (z. B. Katze und Hund). Mehr erfahren über Kreuzallergien.

Hyposensibilisierung

Die einzige Möglichkeit, eine Allergie ursächlich zu behandeln, ist die Hyposensibilisierung. Sie wird auch als spezifische Immuntherapie (SIT) oder umgangssprachlich als „Allergieimpfung“ bezeichnet. Ziel ist es, dem Körper die Allergie gewissermaßen abzutrainieren. Dazu wird der Allergieauslöser unter ärztlicher Aufsicht in regelmäßigen Abständen über einen längeren Zeitraum verabreicht. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass die allergische Reaktion deutlich abgeschwächt wird oder sogar ganz ausbleibt. Speziell bei Pollen- und Hausstaubmilbenallergie ist die Hyposensibilisierung sehr erfolgsverprechend und wird häufig empfohlen.

Berufsberatung bei jungen Allergikern

Manche Berufe sind mit einem erhöhten Risiko für Allergien verbunden. Das gilt etwa für Gesundheitsberufe und das Friseur- und Bäckerhandwerk. Ungefähr ein Drittel der 14- bis 17-Jährigen leidet an mindestens einer allergischen Erkrankung. Betroffene sollten sich vor der Berufswahl eingehend beraten lassen und klären, welche Tätigkeiten für sie geeignet sind.

Hätten Sie's gewusst?

Mehr als 20 Prozent der Kinder und über 30 Prozent der Erwachsenen erkranken im Laufe ihres Lebens an einer allergischen Erkrankung. Am häufigsten kommt der Heuschnupfen vor.

In den westlichen Industrieländern ist die Zahl der Allergiker in den vergangenen Jahrzehnten teils um das Zwanzigfache gestiegen.

Ist ein Elternteil allergisch, liegt das Allergierisiko des Kindes bei rund 20 Prozent. Haben beide Elternteile eine Allergie, steigt das Risiko sogar auf über 50 Prozent an.

Im Kindesalter sind Jungen häufiger von Allergien betroffen als Mädchen. Ab der Pubertät kehrt sich das Verhältnis um.

Die einzige Möglichkeit zur ursächlichen Behandlung von Allergien ist die sogenannte Hyposensibilisierung.

Im Schnitt leben zwei bis zehn Millionen Hausstaubmilben in einer Matratze. Eine solche Population kommt sechs Wochen lang mit einem Gramm menschlicher Hautschuppen als Nahrung aus.

Der Begriff „Tierhaarallergie“ ist eigentlich falsch. Denn tatsächlich reagieren Allergiker auf bestimmte Eiweiße, die sich zum Beispiel in Speichel, Talg oder den Hautschuppen der Tiere befinden.

Echte Nahrungsmittelallergien kommen eher selten vor. Nur etwa drei Prozent der Erwachsenen sind betroffen. Hinter den Beschwerden stecken meist andere Ursachen – zum Beispiel Unverträglichkeiten oder eine Kreuzallergie.

Ähnlich wie bei anderen Hauterkrankungen kann Stress auch bei Nesselsucht die Symptome verschlimmern oder akute Schübe auslösen.

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