Hausstauballergie: Behandlung

Hausstauballergie: Behandlung

Grundsätzlich gilt wie bei allen Allergien: Der Kontakt mit dem Allergieauslöser sollte so gut wie möglich vermieden werden. Das ist allerdings oft gar nicht so einfach, sodass Betroffene immer wieder unter akuten Symptomen leiden. Diese sollten mit geeigneten Medikamenten behandelt werden.

Warum ist die Behandlung so wichtig?

Nehmen Sie die Hausstauballergie nicht auf die leichte Schulter, sondern reduzieren Sie den Kontakt mit den Allergieauslösern und setzen Sie auf eine konsequente Behandlung von akuten Symptomen. Denn…

  • … Allergiebeschwerden wie Schnupfen, Augenjucken und Niesattacken können den Alltag stark beeinträchtigen und auch zu Leistungseinbußen in Schule und Beruf führen.
  • … auf lange Sicht kann sich aus einem allergischen Schnupfen ein allergisches Asthma entwickeln.
  • … manche Betroffenen reagiert von vornherein auch mit schweren Symptomen wie Atemnot.
  • … die Allergie kann sich ausbreiten und dazu führen, dass man zum Beispiel auch auf Pollen oder Tiere allergisch reagiert.

Hausstaubmilbenallergie – was tun?

Bei Hausstauballergie stehen grundsätzlich drei Therapieprinzipien zur Verfügung: Wichtig ist, dass der Kontakt zu den Milbenallergenen so gut wie möglich vermieden wird. Wenn dennoch allergische Symptome auftreten, sind geeignete Medikamente (Antiallergika) gefragt, um die Beschwerden zu lindern. Eine langfristige Therapieoption bietet die sogenannte Hyposensibilisierung.

Der Kontakt zu den Milbenallergenen sollte so gut wie möglich vermieden werden. Durch die Reduktion der Milbenbelastung in den eigenen vier Wänden kann häufig eine Besserung der Symptome erreicht werden. Neben einem wöchentlichen Wechsel der Bettwäsche werden zum Beispiel auch sogenannte „Encasings“ empfohlen. Dabei handelt es sich um milbendichte Bezüge für Matratzen und Bettzeug, die den Kontakt mit den Milbenallergenen reduzieren können. Mehr erfahren

Da es praktisch unmöglich ist, einen Haushalt komplett staub- und milbenfrei zu bekommen, treten bei Betroffenen trotz aller Anstrengungen immer wieder akute Allergiesymptome wie Schnupfen, Augentränen und Niesreiz auf. Diese sollten mithilfe von geeigneten Medikamenten (z. B. Antihistaminika zum Einnehmen, geeignete Nasensprays) gelindert werden. Mehr erfahren

Eine langwierige, aber ursächliche Behandlung der Milbenallergie bietet die sogenannte spezifische Immuntherapie, die bei verschiedenen Allergien zum Einsatz kommen kann. Hierbei soll der Körper an das Milbenallergen gewöhnt werden, indem regelmäßig kleine Dosen verabreicht werden. Ziel ist es, dass die Allergiesymptome bei Kontakt mit dem Milbenallergen gar nicht mehr auftreten oder zumindest deutlich abgeschwächt werden.Mehr erfahren

Allergenbelastung reduzieren

Die Reduktion der Milbendichte in der eigenen Wohnung ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung und wird auch als „Milbensanierung“ bezeichnet. Oft kann auf diesem Weg eine deutliche Besserung der Allergiebeschwerden erreicht werden. Folgende Maßnahmen haben sich bewährt:

Die vorhandenen Milben abtöten und Milbenallergene entfernen: Grundsätzlich wird empfohlen, die gesamte Wohnung und alle Textilien regelmäßig und gründlich zu reinigen. So können tote Milben und Milbenkot entfernt werden. Zur Abtötung von lebenden Milben sollten Textilien heiß gewaschen werden (60° Grad Celsius, 60 Minuten). Mitunter kann es auch sinnvoll sein, Polstermöbel oder Vorhänge regelmäßig mit einem Anti-Milben-Spray einzusprühen.

Den Kontakt mit Milbenallergenen reduzieren: Die Allergie verschlimmert sich typischerweise an den Orten, an denen enger und langer Kontakt zu den Milbenallergenen besteht. Besonders starke Beschwerden treten daher vor allem im Bett – abends, nachts und morgens – auf. Um die Milbenzahl zu reduzieren und Allergene zu entfernen, sollten Bettbezüge einmal wöchentlich heiß gewaschen werden. Der Kontakt mit den Allergieauslösern lässt sich durch milbendichte Bezüge für Matratze und Bettzeug (sogenannte Encasings, „Anti-Milben-Bettwäsche“) einschränken.

Ein milbenfeindliches Milieu schaffen: Wo Milben günstige Lebensbedingungen vorfinden, breiten sie sich aus. Am liebsten mögen sie es feucht und warm. Machen Sie es den kleinen Spinnentieren also so ungemütlich wie möglich. Lüften Sie Schlaf- und Wohnräume mehrmals täglich und achten Sie darauf, dass die Luftfeuchtigkeit 45 bis 55 Prozent nicht übersteigt.

Gut zu wissen: Das Bett ist der Lieblingsort der Hausstaubmilben – denn hier ist es schön warm und der Futternachschub in Form von menschlichen Hautschüppchen ist gewährleistet. In Sachen Milbensanierung lohnt es sich daher, hier anzufangen. Zur milbenfreien Zone wird das Schlafzimmer allen Anstrenungen zum Trotz nicht. Aber wie man weiß, lässt sich durch eine erfolgreiche Reduktion der Milbenkonzentration oft eine Besserung der Symptome erreichen.

Milbenallergie: Behandlung akuter Symptome

Leider ist es nicht immer möglich, den Kontakt zu den Milbenallergenen vollständig zu vermeiden. Daher können immer wieder akute Allergiebeschwerden wie Schnupfen, Niesreiz und Augentränen auftreten. Je nach Lokalisation und Ausmaß der Beschwerden kommen verschiedene antiallergische Medikamente infrage.

Antihistaminika: Antihistaminika zum Einnehmen (z. B. Tabletten, Tropfen, Saft) können die allergischen Beschwerden rasch lindern. Sie zählen zu den klassischen Antiallergika und zeichnen sich durch eine schnelle antiallergische Wirkung aus. Antihistaminika der älteren Generation führen häufiger zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schläfrigkeit. Bei modernen Antihistaminika ist dies deutlich seltener der Fall. Für eine lokale Anwendung stehen auch Augentropfen oder Nasensprays zur Verfügung, die spezielle Antihistaminika enthalten.

Glukokortikoide: In manchen Fällen können auch Kortison-Präparate (z. B. Salben bei Hautreaktionen) sinnvoll sein, um allergische Symptome effektiv zu behandeln. Der Vorteil: Sie wirken nicht nur stark antiallergisch, sondern auch entzündungshemmend. Gut zu wissen: Bei einer Langzeittherapie mit Kortison-Tabletten können teils ernste Nebenwirkungen auftreten. Bei lokaler Anwendung sind die Wirkstoffe hingegen meist gut verträglich, weil der Wirkstoff nicht ins Blut gelangt.

Weitere Medikamente: Manche Betroffene reagieren mit Atemnot (allergisches Asthma). In diesem Fall sind meist spezielle Asthma-Sprays zum Inhalieren erforderlich, die die Bronchien erweitern.

Welche Allergie-Medikamente im Einzelfall geeignet sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker klären. Speziell bei Schwangeren, Stillenden und Kindern muss die Auswahl und Dosierung von Arzneimitteln grundsätzlich mit dem Arzt abgesprochen werden.

Hyposensibilisierung: Ursächliche Behandlung

Die sogenannten Allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bietet die Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung von Allergien. Ziel ist es, das Immunsystem an die Allergieauslöser – seien es Hausstaubmilben oder Pollen – zu gewöhnen und dadurch die Beschwerden mittel- oder langfristig zu verringern. Dazu werden die Allergene in niedriger Dosierung und regelmäßigen Abständen in Form von Spritzen, Tropfen oder Tabletten verabreicht.

Speziell bei Hausstauballergie ist die Hyposensibilisierung sehr erfolgversprechend und wird daher oft empfohlen. Ein wichtiger Nachteil ist, dass viel Zeit für diese Behandlung eingeplant werden muss: Sie erstreckt sich meist über mehrere Jahre und sollte deshalb möglichst früh im Krankheitsverlauf zum Einsatz kommen.

Oft lohnt sich die Mühe allerdings, da neben dem therapeutischen Effekt (Linderung der Allergie-Symptome) auch präventive Wirkungen erzielt werden können. Denn eine Hyposensibilisierung kann mitunter vermeiden, dass sich weitere Allergien entwickeln oder dass sich ein allergischer Schnupfen auf die Bronchien ausdehnt und ein allergisches Asthma entsteht.

Tipps bei Hausstaubmilbenallergie

Milbenkolonien im Bett reduzieren

In Matratze, Kopfkissen und Bettdecke herrscht die höchste Milbendichte. Daher ist das Bett der erste Angriffspunkt. Folgende Maßnahmen werden empfohlen:

Reinigung: Die Bettwäsche wöchentlich heiß waschen (60° Grad Celsius, 60 Minuten), um lebende Milben abzutöten. Auch die Decke und das Kissen selbst sollten mindestens alle 3 Monate gewaschen werden.

Raumklima: Das Schlafzimmer regelmäßig lüften. Die Zimmertemperatur sollte bei 18 bis 20 Grad liegen und die Luftfeuchtigkeit 45 bis 55 Prozent nicht übersteigen.

Gute Belüftung: Nach dem Aufstehen das Bettzeug lüften. Das Bettgestell sollte auf Füßen stehen, damit auch von unten die Luftzirkulation gewährleistet ist.

Milbenschutzbezüge: „Encasings“ für Matratze & Co. können dazu beitragen, den Kontakt zu den Allergenen zu reduzieren und die Tiere von ihrer Nahrungsquelle (Hautschuppen) abzutrennen.

Schlafanzug tragen: So gelangen weniger Hautschüppchen ins Bett.

Staubfänger vermeiden

In Decken, schweren Vorhängen, Polstermöbeln oder auf offenen Regalen sammelt sich der Staub besonders leicht. Daher sollten Sie in Sachen Inneneinrichtung nach Möglichkeit auf unnötige Textilien und Möbel verzichten. Grundsätzlich wird empfohlen, Materialien aus tierischen Produkten wie zum Beispiel Tierfelle, Decken aus Schafwolle oder Matratzen aus Rosshaar zu vermeiden. Auch von Topfpflanzen wird abgeraten, da sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen können.

Grundsätzlich gilt: Lüften Sie alle Wohnräume regelmäßig – möglichst drei- bis viermal täglich für etwa 10 Minuten.

Lorano®Pro: Die Power-Allergietablette

Wirkt schnell, stark und macht nicht schläfrig (Häufigkeit Schläfrigkeit auf Placeboniveau. Häufigkeit Müdigkeit 1,2 %) – mit dem Antihistaminikum der modernen Generation kommen Sie trotz Hausstaub-Allergie fit durch den Tag.

Typische Beschwerden des allergischen Schnupfens wie z. B. laufende, juckende, und verstopfte Nase, tränende und juckende Augen sowie Juckreiz am Gaumen werden mithilfe des Wirkstoffs Desloratadin gezielt und schnell gelindert. Die Wirkung setzt bereits nach 30-60 Minuten ein.

Gut zu wissen: Die Einnahme von Lorano®Pro muss nur 1x täglich und kann zu jeder Tageszeit erfolgen.

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Staubsaugen, wischen & Co.

Durch regelmäßiges und gründliches Reinigen von Böden, Flächen und Textilien können abgestorbene Milben sowie Milbenkot aus der Wohnung entfernt werden. Da der Staub auf glatten Flächen leichter aufwirbelt wird, sollte er hier häufiger entfernt werden. Folgende Tipps werden empfohlen:

  • Teppichböden mehrmals in der Woche saugen.
  • Glatte Böden alle ein bis zwei Tage feucht wischen.
  • Flächen (z. B. Regale, Schrankflächen) möglichst täglich mit einem feuchten Lappen von Staub befreien.
  • Staubsauger sollten mit geeigneten Feinstaubfiltern (HEPA-Filter) ausgestattet sein, die spätestens alle vier Wochen ausgewechselt werden müssen.
  • Beim Putzen einen Mundschutz tragen.

Gut zu wissen: Kurzflorige Teppiche können zwar in begrenztem Ausmaß vermeiden, dass Staub und Milbenallergene aufgewirbelt werden – allerdings bekommt man sie mit den üblichen Reinigungsmethoden auch nie ganz milbenfrei.

Kuscheltiere von Milben befreien

So niedlich sie auch sind – Teddys, Kuschelhasen und andere Plüschtiere werden gerne von Hausstaubmilben bevölkert. Wenn die kleinen Freunde wirklich unverzichtbar sind, ist es ratsam, sie zumindest regelmäßig heiß zu waschen, um lebende Milben abzutöten und die Allergene zu entfernen. Auch in Tiefkühltruhe oder Wäschetrockner überleben die Milben nicht, sofern die Temperaturen ausreichend lange einwirken. Allerdings töten diese Maßnahmen zwar die Milben ab, entfernt werden die allergenen Bestandteile jedoch erst durch das Waschen.

Vorsicht, Kreuzallergien!

Die Allergene der Hausstaubmilben sind denen in Schalen- und Weichtieren wie etwa Shrimps, Krebsen und Krabben sehr ähnlich. Daher kommt es immer wieder vor, dass Hausstaubmilbenallergiker auch beim Verzehr von Meerestieren mit allergischen Symptomen reagieren. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang auch von einer Kreuzallergie.

Häufige Fragen rund um die Hausstauballergie

In der frühen Krankheitsphase ähneln die allergischen Symptome jenen eines Heuschnupfens oder einer Erkältung. Fließschnupfen, Niesreiz und tränende Augen zählen zu den klassischen Beschwerden. Im Gegensatz zu einer Erkältung jucken Nase und Augen häufig. Und anders als bei Heuschnupfen treten die Symptome einer Hausstauballergie ganzjährig auf und sind morgens, abends und nachts besonders stark ausgeprägt. Viele Betroffene klagen infolge der Allergie auch über Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Müdigkeit. Wenn die Allergie länger besteht, ist die Nase oft dauerhaft verstopft. Mehr erfahren

Ein wichtiger Grundpfeiler der Behandlung ist die Reduktion der Milbenbelastung in den eigenen vier Wänden. Da man die kleinen Mitbewohner trotz aller Anstrengungen nicht vollständig los wird, ist es immer wieder notwendig, akute allergische Symptome mit Medikamenten zu behandeln. Das ist auch wichtig, um die Entzündung in den Atemwegen zu lindern – denn die kann auf Dauer Schäden anrichten. Mehr erfahren

Der Lieblingsplatz der allergieauslösenden Milben ist unser Bett – speziell in der Matratze tummeln sich die ungebetenen Gäste in hoher Dichte. Der Schlafplatz ist daher ein wichtiger Angriffspunkt für die Anti-Milben-Maßnahmen: Wöchentliches heißes Waschen der Bettwäsche kann die Milbenzahl verringern. Um den Kontakt mit den Milbenallergenen so gut wie möglich zu vermeiden, sollte die Matratze und das Bettzeug mit speziellen Schutzbezügen (Encasings) ausgestattet werden – sie halten die allergieauslösenden Bestandteile im Inneren. Mehr erfahren

Grundsätzlich können Allergien in jedem Alter auftreten – und wieder verschwinden. Da bei älteren Menschen das Immunsystem schwächer wird, beobachtet man oft eine Besserung von Allergien. Doch auch der umgekehrte Fall, nämlich dass eine Allergie erst im Alter auftritt, ist keine Seltenheit.

Hätten Sie's gewusst?

Mehr als 20 Prozent der Kinder und über 30 Prozent der Erwachsenen erkranken im Laufe ihres Lebens an einer allergischen Erkrankung. Am häufigsten kommt der Heuschnupfen vor.

In den westlichen Industrieländern ist die Zahl der Allergiker in den vergangenen Jahrzehnten teils um das Zwanzigfache gestiegen.

Ist ein Elternteil allergisch, liegt das Allergierisiko des Kindes bei rund 20 Prozent. Haben beide Elternteile eine Allergie, steigt das Risiko sogar auf über 50 Prozent an.

Im Kindesalter sind Jungen häufiger von Allergien betroffen als Mädchen. Ab der Pubertät kehrt sich das Verhältnis um.

Die einzige Möglichkeit zur ursächlichen Behandlung von Allergien ist die sogenannte Hyposensibilisierung.

Im Schnitt leben zwei bis zehn Millionen Hausstaubmilben in einer Matratze. Eine solche Population kommt sechs Wochen lang mit einem Gramm menschlicher Hautschuppen als Nahrung aus.

Der Begriff „Tierhaarallergie“ ist eigentlich falsch. Denn tatsächlich reagieren Allergiker auf bestimmte Eiweiße, die sich zum Beispiel in Speichel, Talg oder den Hautschuppen der Tiere befinden.

Echte Nahrungsmittelallergien kommen eher selten vor. Nur etwa drei Prozent der Erwachsenen sind betroffen. Hinter den Beschwerden stecken meist andere Ursachen – zum Beispiel Unverträglichkeiten oder eine Kreuzallergie.

Ähnlich wie bei anderen Hauterkrankungen kann Stress auch bei Nesselsucht die Symptome verschlimmern oder akute Schübe auslösen.