Was hilft gegen Heuschnupfen?

Was hilft gegen Heuschnupfen?

Nehmen Sie Heuschnupfen nicht auf die leichte Schulter. Die Symptome sind mitunter sehr belastend – zudem können sie sich ohne geeignete Behandlung mit der Zeit verschlimmern. Umso wichtiger ist eine frühzeitige und konsequente Behandlung. Erfahren Sie hier mehr über die Therapiemöglichkeiten.

Heuschnupfen: Behandlung frühzeitig beginnen

Die Symptome bei Heuschnupfen können sehr belastend sein und die Lebensqualität empfindlich einschränken. Zudem bestehen die Beschwerden in der Regel nicht nur für die Dauer einiger Tage – bei vielen Betroffenen erstreckt sich die Allergiesaison über viele Wochen oder sogar Monate. Umso wichtiger ist es, Heuschnupfen ernst zu nehmen und frühzeitig zu behandeln. Denn…

  • … Allergiebeschwerden wie Schnupfen, juckende Augen und Niesattacken können den Alltag stark beeinträchtigen, den Schlaf stören und auch zu Leistungseinbußen in Schule und Beruf führen.
  • … auf lange Sicht kann sich aus einem allergischen Schnupfen ein allergisches Asthma entwickeln.
  • ... manche Betroffene reagieren von vornherein auch mit schweren Symptomen wie Atemnot.
  • … die Allergie kann sich ausbreiten und dazu führen, dass man zum Beispiel auf immer mehr Pollenarten oder auch auf Hausstaubmilben allergisch reagiert.

Gut zu wissen: Falls Sie den Verdacht haben, an Heuschnupfen zu leiden, sollten Sie einen Termin beim Arzt (Allergologe) vereinbaren. Mehr zur Diagnose

Heuschnupfen: Diagnose

Im Anschluss an die sogenannte Anamnese (Arzt-Gespräch) können verschiedene Allergietests erfolgen, so z. B.:

  • Hauttest
  • Bluttest
  • Provokationstest
Mehr über die Diagnose

Heuschnupfen – was tun?

Bei der Behandlung von Heuschnupfen gelten die folgenden grundlegenden Therapieprinzipen:

Der Kontakt zu den allergieauslösenden Pollen sollte so gut wie möglich vermieden werden. Dazu ist es wichtig zu wissen, gegen welche Pollen man allergisch reagiert. Dies kann mithilfe von speziellen Allergietests beim Arzt festgestellt werden. Ein Pollenflugkalender und die tagesaktuelle Pollenflugvorhersage geben Auskunft darüber, wann die relevanten Blütenpollen fliegen – und wann man demnach besser auf Aktivitäten im Freien verzichten sollte. Durch bestimmte Verhaltensmaßnahmen kann man zudem auch die Pollenbelastung in der Wohnung reduzieren. Schließlich kann der Blütenstaub auch beim Lüften oder über Kleidung und Haare in die eigenen vier Wände gelangen. Mehr erfahren

Da es praktisch unmöglich ist, den Pollen komplett aus dem Weg zu gehen, treten bei Betroffenen trotz aller Bemühungen immer wieder akute Allergiesymptome wie Schnupfen, tränende Augen und Niesreiz auf. Diese sollten mithilfe von geeigneten Medikamenten (z. B. Antihistaminika zum Einnehmen, Nasensprays mit antiallergischen Wirkstoffen) gelindert werden. Mehr erfahren

Eine langwierige, aber ursächliche Behandlung von Heuschnupfen bietet die sogenannte spezifische Immuntherapie (umgangssprachlich auch Desensibilisierung genannt), die bei verschiedenen Allergien zum Einsatz kommen kann. Hierbei soll der Körper nach und nach an das jeweilige Pollenallergen gewöhnt werden, indem regelmäßig kleine Dosen verabreicht werden. Ziel ist es, dass die Allergiesymptome bei Kontakt mit den Pollen gar nicht mehr auftreten oder zumindest deutlich abgeschwächt werden. Mehr erfahren

Allergieauslöser meiden

Wie bei allen Allergien wird auch bei Heuschnupfen empfohlen, den Kontakt zum Allergieauslöser so gut wie möglich zu vermeiden. Leider ist das speziell bei einer Pollenallergie nur eingeschränkt möglich – schließlich ist der reizende Blütenstaub fast überall in der Luft und wird auch in Innenräume eingetragen. Dennoch können folgende Maßnahmen helfen, die Pollenbelastung zu reduzieren:

  • Bei starkem Pollenflug Aktivitäten im Freien möglichst vermeiden – dafür am besten tagesaktuelle Pollenflugvorhersagen nutzen.
  • Die eigenen vier Wände und insbesondere das Schlafzimmer möglichst pollenfrei halten: Um das zu erreichen, sollte zum Beispiel nur morgens (in der Stadt) oder abends (auf dem Land) gelüftet werden. Ein Pollenschutzgitter vor dem Fenster kann den Eintrag von Pollen in Innenräume zusätzlich reduzieren. Durch regelmäßiges Wischen von Böden und anderen Oberflächen (z. B. Möbel) kann die Pollenbelastung ebenfalls verringert werden. Vor dem Zubettgehen empfiehlt es sich zu duschen, um Blütenstaub zu entfernen, der sich auf der Haut oder in den Haaren abgelagert hat.
Weitere Tipps bei Heuschnupfen

Heuschnupfen-Medikamente bei akuten Symptomen

Leider ist es kaum möglich, den Kontakt mit den Pollenallergenen vollständig zu vermeiden. Daher können immer wieder akute Allergiebeschwerden wie Schnupfen, Niesreiz und Augentränen auftreten. Je nach Lokalisation und Ausmaß der Beschwerden kommen verschiedene antiallergische Medikamente infrage.

Antihistaminika: Diese klassischen Antiallergika können Heuschnupfenbeschwerden rasch lindern. Meist werden sie beispielsweise in Form von Tabletten (oder Tropfen bzw. Saft) eingenommen. Antihistaminika der älteren Generation führen häufiger zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schläfrigkeit. Bei neueren Wirkstoffen ist dies deutlich seltener der Fall. Für eine lokale Anwendung stehen auch Augentropfen oder Nasensprays zur Verfügung, die spezielle Antihistaminika enthalten.

Glukokortikoide: Eine besonders effektive Behandlungsmöglichkeit bei Heuschnupfen bieten Nasensprays auf Basis von Kortison (Glukokortikoide). Bei vielen erwachsenen Patienten gelten sie sogar als das Mittel der ersten Wahl. Der Vorteil dieser Wirkstoffgruppe: Sie wirkt nicht nur stark antiallergisch, sondern auch entzündungshemmend. Gut zu wissen: Bei einer Langzeittherapie mit Kortison-Tabletten können teils ernste Nebenwirkungen auftreten. Bei lokaler Anwendung sind die Mittel hingegen meist gut verträglich, weil der Wirkstoff nicht ins Blut gelangt. Daher sind einige Präparate inzwischen nicht mehr rezeptpflichtig, sondern nach einmal erfolgter ärztlicher Diagnose auch rezeptfrei erhältlich.

Abschwellende Nasensprays: Wenn die Nase sehr verstopft ist, kann es mitunter sinnvoll sein, kurzzeitig abschwellende Nasentropfen bzw. -sprays einzusetzen um die Nase wieder frei zu bekommen. Allerdings haben diese Wirkstoffe keinerlei antiallergische Effekte und die Anwendung muss auf wenige Tage beschränkt werden. Zudem sind solche Präparate zum Beispiel bei kleinen Kindern und Schwangeren nicht geeignet.

Weitere Medikamente: In bestimmten Fällen – zum Beispiel bei Schwangeren – kann die Wirkstoffgruppe der Cromone (Mastzellstabilisatoren) als Alternative zu Antihistaminika infrage kommen. Sie sind als Nasenspray oder Augentropfen erhältlich. Cromone sind schwächer wirksam als Antihistaminika und es dauert länger, bis ihre Wirkung eintritt. Daher müssen sie schon vor Beginn der Allergiesaison angewendet werden. Manche Heuschnupfen-Patienten leiden auch an allergischem Asthma und reagieren mit Atemnot bei Kontakt mit „ihren“ Pollen. In diesem Fall sind spezielle Asthma-Sprays zum Inhalieren erforderlich, die die Bronchien erweitern. Bei Kindern und Jugendlichen mit entsprechender Symptomatik kommen auch sogenannten Leukotrien-Antagonisten infrage, die in Form von Tabletten eingenommen werden.

Wichtig: Welche Allergie-Medikamente im Einzelfall geeignet sind, sollten Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker klären. Speziell bei Schwangeren, Stillenden und Kindern muss die Auswahl und Dosierung von Arzneimitteln grundsätzlich mit dem Arzt abgesprochen werden.

Symptome bei Heuschnupfen

Hauptsymptome

  • Fließschnupfen
  • Verstopfte Nase
  • Niesreiz und juckende Nase

Mögliche weitere Symptome

  • Tränende, gerötete und juckende Augen
  • Husten
  • Atembeschwerden bis hin zur Atemnot

Mögliche Begleitsymptome

  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Appetitlosigkeit

Mögliche Folgeerkrankungen

  • Allergisches Asthma
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Hyposensibilisierung: Ursächliche Behandlung

Die sogenannte allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bietet die Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung von Allergien. Dazu werden die Allergene in niedriger Dosierung und regelmäßigen Abständen in Form von Spritzen, Tropfen oder Tabletten verabreicht.

Ziel ist es, das Immunsystem nach und nach an die Allergieauslöser (z. B. Pollen) zu gewöhnen. Auf diese Weise sollen allergische Symptome mit der Zeit deutlich abgemildert werden oder sogar ganz ausbleiben.

Speziell bei Heuschnupfen ist die Hyposensibilisierung sehr erfolgversprechend und wird daher oft empfohlen. Neben dem therapeutischen Effekt – also der Linderung der Allergiesymptome – können häufig auch präventive Wirkungen erzielt werden. Denn eine Hyposensibilisierung kann mitunter auch vermeiden, dass sich weitere Allergien entwickeln („Allergiker-Karriere“) oder dass sich die Allergie von den oberen auf die unteren Atemwege ausdehnt und ein allergisches Asthma entsteht.

Zu beachten ist, dass viel Zeit für diese Behandlung eingeplant werden muss: Sie erstreckt sich meist über mehrere Jahre und sollte deshalb möglichst früh im Krankheitsverlauf zum Einsatz kommen.

Tipps bei Heuschnupfen

Pollenflugvorhersage beachten

Die Meidung des jeweiligen Allergieauslösers ist eine wichtige Basismaßnahme bei Heuschnupfen. An Tagen mit besonders hoher Pollenkonzentration sollten Sie daher möglichst auf Aktivitäten im Freien verzichten und die Fenster geschlossen halten. Informieren Sie sich anhand eines Pollenflugkalenders, wann die Pollen fliegen, die bei Ihnen Beschwerden auslösen. Da die Blütezeit der jeweiligen Pflanzen je nach Wetter und Region unterschiedlich ausfallen kann, ist eine tagesaktuelle Pollenflugvorhersage besonders hilfreich.

Gut zu wissen: Wenn Sie bei hoher Pollenbelastung draußen unterwegs sein müssen, kann das Tragen einer Brille (z. B. Sonnenbrille) und eines Mund-Nasen-Schutzes den Kontakt mit den Allergenen reduzieren. Wichtig: Mund-Nasen-Schutz regelmäßig austauschen.

Heuschnupfen ernst nehmen

Eine Allergie sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen – das gilt auch für Heuschnupfen. Denn wird ein allergischer Schnupfen nicht frühzeitig und ausreichend behandelt, verschlimmern sich die Beschwerden oft. In etwa einem Drittel der Fälle dehnt sich die Allergie von den oberen auf die unteren Atemwege aus. Man spricht dann auch von einem „Etagenwechsel“. Damit eine genaue Diagnose gestellt und eine passende Therapie festgelegt werden kann, empfiehlt sich zunächst ein Allergietest beim Arzt. Als erste Behandlungsmöglichkeit bei Heuschnupfen werden oftmals Antihistaminika und/oder kortisonhaltige Nasensprays empfohlen. Zusätzlich kann gerade bei Pollenallergikern eine Hyposensibilisierung infrage kommen. Sie ist zwar langfristig angelegt und hat keinen Einfluss auf akute Symptome, bietet aber die Möglichkeit, die Ursache der Beschwerden – die Allergie – zu behandeln.

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Richtig lüften

Wie hoch die Pollenbelastung ist, hängt nicht nur von der Jahreszeit ab – auch die Tageszeit und das Wetter spielen eine wichtige Rolle. So ist etwa die Pollenkonzentration auf dem Land morgens zwischen fünf und acht Uhr am höchsten, in der Stadt hingegen abends. Entsprechend sollte dann gelüftet werden. Ausnahme: Bei starkem Wind fliegen die Pollen den ganzen Tag über, weshalb dann die Fenster besser ganz geschlossen bleiben. Wenn es länger regnet, sind hingegen weniger Pollen in der Luft, sodass Sie getrost lüften können. Wichtig: Zunächst werden die Pollen vom Regen oft aufgewirbelt, sodass sich die Belastung kurzzeitig sogar erhöhen kann. Warten Sie daher am besten mindestens 15 Minuten ab, bevor Sie das Fenster öffnen.

Pollenlast in der Wohnung reduzieren

Achten Sie während der Heuschnupfensaison auch darauf, die Pollenlast in Ihrer Wohnung möglichst gering zu halten. Wischen Sie zum Beispiel häufiger feucht durch und saugen Sie Polstermöbel regelmäßig ab. Ihr Staubsauger sollte über einen sogenannten HEPA-Filter verfügen, damit die Allergene nicht über die Abluft wieder im Raum verteilt werden. Um das Schlafzimmer möglichst pollenfrei zu halten, legen Sie getragene Kleidung stets außerhalb des Raumes ab und waschen Sie vor dem Zubettgehen Ihre Haare. Die Bettwäsche sollten Sie häufig wechseln. Auch Pollenschutzgitter an den Fenstern können vor allem im Schlafraum hilfreich sein.

Extra-Tipp: Heuschnupfen-Geplagte sollten ihre Wäsche nicht im Freien trocknen lassen – denn andernfalls haften die Pollen an sämtlichen Kleidungsstücken, Handtüchern und Co.

Urlaub clever planen

Dem Heuschnupfen einfach entfliehen – das geht, indem Sie Ihren Urlaub auf die Zeit legen, in der „Ihre“ Pollen Hochsaison haben. Fahren Sie dann zum Beispiel ins Hochgebirge (über 2000 Meter Höhe) oder ans Meer, denn dort ist die Luft deutlich pollenärmer als andernorts. Auf diese Weise können Sie sich eine Auszeit vom Heuschnupfen gönnen.

Extra-Tipp: Ein Urlaub ist nicht drin? Dann können Sie den Pollen im Hallenbad oder in der Sauna zumindest für ein paar Stunden entfliehen. Denn dort ist die Pollenbelastung in der Luft in der Regel sehr gering.

Vorsicht, Kreuzallergien!

Die Allergene von Pflanzenpollen sind denen bestimmter Lebensmittel oft sehr ähnlich. Daher kommt es immer wieder vor, dass Pollenallergiker auch beim Verzehr dieser Nahrungsmittel mit allergischen Symptomen reagieren. So vertragen Baumpollen-Allergiker (z. B. Birke, Erle, Hasel) unter anderem oft auch keine Äpfel, Kiwis, Möhren oder Nüsse. Bei Kräuterpollen-Allergikern (z. B. Beifuß) kann es unter anderem zu allergischen Reaktionen beim Verzehr von Sellerie, Sonnenblumenkernen oder Gewürzen wie Paprika, Zimt oder Muskat kommen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang auch von einer Kreuzallergie.

Häufige Fragen rund um Heuschnupfen

Fließschnupfen, Niesreiz und tränende Augen – vor allem in der Anfangsphase werden Heuschnupfen-Symptome nicht selten mit einer Erkältung verwechselt. Eine eindeutige Diagnose kann nur der Arzt stellen. Die folgenden Hinweise können jedoch bei einer ersten Einschätzung helfen:

Heuschnupfen:

  • Die Symptome treten meist alle gleichzeitig und sehr plötzlich auf.
  • Anfallsartiges Niesen ist typisch für Heuschnupfen. Auch Juckreiz im Bereich von Nase, Augen und Rachen sind bei einer Pollenallergie besonders ausgeprägt.
  • Die Symptome verstärken sich bei Aufenthalt im Freien und lassen bei länger andauerndem Regen nach.
  • Heuschnupfen-Beschwerden können über Wochen oder sogar Monate bestehen.

Erkältung:

  • Die Symptome stellen sich nach und nach ein.
  • Erste Anzeichen sind meist ein Kratzen im Hals und Niesreiz. Anschließend stellen sich Schnupfen und Husten ein.
  • Nach spätestens zwei Wochen sollte eine Erkältung in der Regel abgeklungen sein.
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Grundsätzlich sollten Allergiker den jeweiligen Auslöser der Beschwerden meiden („Allergenkarenz“). Daher wird Heuschnupfen-Geplagten empfohlen, ihre Pollenbelastung mit bewährten Tipps so weit wie möglich zu reduzieren. Dennoch gelingt es in der Regel nicht, die Entwicklung von Allergiesymptomen vollständig zu vermeiden. Zur Linderung von akuten Beschwerden werden in der Regel Antihistaminika zum Einnehmen und/oder kortisonhaltige Nasensprays empfohlen. Eine ursächliche Behandlung ist nur mit der sogenannten Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) möglich, die allerdings langfristig angelegt ist und akute Beschwerden nicht lindern kann. Mehr erfahren

Wie lange Ihre persönliche Heuschnupfen-Saison dauert, ist davon abhängig, auf welche Pflanzenpollen Sie allergisch reagieren. Grundsätzlich befinden sich fast das ganze Jahr über Pollen in der Luft. So fliegen bestimmte Baumpollen wie Hasel und Erle oft bereits ab Februar und erreichen ihren Höhepunkt im März, während die Hochsaison für Esche- und Birkenpollen meist im April beginnt. Sind Baumpollen-Allergiker im Mai also oft erlöst, beginnt für Gräser- und Kräuterpollen-Allergiker die Heuschnupfensaison erst so richtig. Der Höhepunkt ist in der Regel im Juni erreicht, Gräser- und Kräuterpollen befinden sich aber oft bis in den September hinein in der Luft.

Gut zu wissen: Je nach Witterung und Region muss hierzulande zwischen Dezember und Oktober mit Pollenflug gerechnet werden.

Das Immunsystem von Heuschnupfen-Geplagten reagiert überempfindlich auf bestimmte Pflanzenpollen. Es stuft die eigentlich harmlosen Pollen fälschlicherweise als schädlich ein und leitet eine Abwehrreaktion ein. In der Folge kommt es zu den typischen Heuschnupfen-Symptomen. Warum genau manche Menschen allergisch reagieren, ist bislang noch nicht vollständig erforscht. Man geht davon aus, dass neben einer genetischen Veranlagung auch äußere Einflussfaktoren (z. B. Luftverschmutzung, Tabakrauch) bei der Entstehung von Heuschnupfen zusammenwirken. Mehr erfahren

Das hängt vor allem davon ab, gegen welche Pollen man allergisch reagiert. Wenn Baumpollen die Beschwerden auslösen, ist im Frühjahr „Heuschnupfen-Saison“. Im Sommer sind vor allem die Pollen von Gräsern und Getreide in der Luft und Kräuter blühen bis in den späten Herbst hinein. Richtig Pech haben Heuschnupfen-Patienten, die auf mehrere Pollenarten reagieren, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen.

Die Pollenbelastung in der Luft schwankt jedoch auch in Abhängigkeit von Wetter, Umgebung und Uhrzeit: An warmen und trockenen Tagen ist mit starkem Pollenflug zu rechnen. Bei Dauerregen hingegen können Heuschnupfen-Geplagte in der Regel aufatmen – denn dann werden die Pollen quasi „weggewaschen“. Darüber hinaus ist die Pollenbelastung in der Stadt vor allem abends hoch, während die Pollen auf dem Land verstärkt in den Morgenstunden fliegen.

Hätten Sie's gewusst?

Mehr als 20 Prozent der Kinder und über 30 Prozent der Erwachsenen erkranken im Laufe ihres Lebens an einer allergischen Erkrankung. Am häufigsten kommt der Heuschnupfen vor.

In den westlichen Industrieländern ist die Zahl der Allergiker in den vergangenen Jahrzehnten teils um das Zwanzigfache gestiegen.

Ist ein Elternteil allergisch, liegt das Allergierisiko des Kindes bei rund 20 Prozent. Haben beide Elternteile eine Allergie, steigt das Risiko sogar auf über 50 Prozent an.

Im Kindesalter sind Jungen häufiger von Allergien betroffen als Mädchen. Ab der Pubertät kehrt sich das Verhältnis um.

Die einzige Möglichkeit zur ursächlichen Behandlung von Allergien ist die sogenannte Hyposensibilisierung.

Im Schnitt leben zwei bis zehn Millionen Hausstaubmilben in einer Matratze. Eine solche Population kommt sechs Wochen lang mit einem Gramm menschlicher Hautschuppen als Nahrung aus.

Der Begriff „Tierhaarallergie“ ist eigentlich falsch. Denn tatsächlich reagieren Allergiker auf bestimmte Eiweiße, die sich zum Beispiel in Speichel, Talg oder den Hautschuppen der Tiere befinden.

Echte Nahrungsmittelallergien kommen eher selten vor. Nur etwa drei Prozent der Erwachsenen sind betroffen. Hinter den Beschwerden stecken meist andere Ursachen – zum Beispiel Unverträglichkeiten oder eine Kreuzallergie.

Ähnlich wie bei anderen Hauterkrankungen kann Stress auch bei Nesselsucht die Symptome verschlimmern oder akute Schübe auslösen.