Was hilft gegen Heuschnupfen?

Was hilft gegen Heuschnupfen?

Autoren: Tatiana Schmid, Jennifer Hamatschek Stand: 11.05.26

Nehmen Sie Heuschnupfen nicht auf die leichte Schulter. Die Symptome sind mitunter sehr belastend – zudem können sie sich ohne geeignete Behandlung mit der Zeit verschlimmern und die Entwicklung von Asthma („Etagenwechsel“) begünstigen.

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Heuschnupfen: Behandlung im Überblick

Die Behandlung von Heuschnupfen basiert auf drei Säulen:

  • Allergenkarenz (Pollenkontakt vermeiden)
  • Medikamente zur Linderung von akuten Symptomen (z. B. Antihistaminika zum Einnehmen, kortisonhaltige Nasensprays, Nasensprays mit einer Wirkstoff-Kombination)
  • Hyposensibilisierung als einzige ursächliche Therapie

Medikamente bei akuten Heuschnupfen-Beschwerden

Zur Behandlung akuter Beschwerden werden in der Regel rezeptfreie Heuschnupfen-Mittel aus der Apotheke eingesetzt. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, welche Medikamente für Sie geeignet sind.

Empfohlen werden in der Regel für die Behandlung bei Erwachsenen primär folgende Heuschnupfen-Medikamente:

  • Antihistaminika (als Nasenspray oder Tabletten)
  • Kortisonhaltige Nasensprays

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Das blaue Allergiespray mit dem Wirkstoff Mometason bekämpft Heuschnupfen-Beschwerden besonders wirkstark, lindert mehrere typische Heuschnupfensymptome und wirkt 24 Stunden lang.

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MometaHEXAL® wirkt nicht nur antiallergisch, sondern auch antientzündlich und bietet so eine umfassende Behandlung von Heuschnupfen-Beschwerden.

Tipp: Beginne mit der Behandlung am besten bereits einige Tage vor dem Start der Pollenflugsaison. Dies ist insbesondere dann sinnvoll, wenn üblicherweise schwere Symptome auftreten. Denn durch eine frühzeitige Hemmung der Entzündung kann dann oft eine bessere Kontrolle der Beschwerden erreicht werden (z. B. mehr beschwerdefreie Tage).

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Heuschnupfen? Mit Lorano®Pro steht Dir ein Antihistaminikum der neuen Generation zur Verfügung, das die Beschwerden des allergischen Schnupfens gezielt lindern kann.

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Lorano®Pro eignet sich für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren.

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Antihistaminika: Diese klassischen Antiallergika können Heuschnupfenbeschwerden rasch lindern. Meist werden sie in Form von Tabletten, Tropfen oder Saft eingenommen. Ihr Vorteil ist, dass sie schnell wirken. Antihistaminika der älteren Generation führen häufiger zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schläfrigkeit. Bei neueren Wirkstoffen ist dies deutlich seltener der Fall – Experten empfehlen daher zur Behandlung des allergischen Schnupfens Antihistaminika der 2. oder 3. Generation.2 Für eine lokale Anwendung stehen auch Augentropfen oder Nasensprays zur Verfügung, die spezielle Antihistaminika enthalten und meist mehrmals täglich angewendet werden müssen.

Kortisonhaltige Nasensprays: Eine besonders effektive Behandlungsmöglichkeit bei Heuschnupfen bieten Nasensprays auf Basis von Kortison (intranasale Glukokortikoide). Der Vorteil dieser Wirkstoffgruppe: Sie wirkt nicht nur antiallergisch, sondern auch entzündungshemmend. Damit sich die volle Wirkung entfalten kann, sollten sie in der Allergiesaison regelmäßig (täglich) angewendet werden.

Gut zu wissen: Durch die lokale Anwendung des Nasensprays gelangt der Wirkstoff nicht in relevanten Mengen ins Blut. Daher sind entsprechende Präparate in der Regel gut verträglich und rezeptfrei erhältlich.

Dekongestiva (abschwellende Nasensprays oder -tropfen): Herkömmliche Schnupfensprays wirken abschwellend auf die Nasenschleimhaut und können die verstopfte Nase schnell befreien. Allerdings wirken sie nicht antiallergisch. Zudem sollte die Anwendungsdauer ca. 7 Tage aufgrund des Risikos einer Nasenspray-Abhängigkeit nicht überschreiten.2

Wichtig: Speziell bei Schwangeren, Stillenden und Kindern muss die Auswahl und Dosierung von Arzneimitteln grundsätzlich mit dem Arzt abgesprochen werden.

Weitere Medikamente bei Heuschnupfen

Bei allergischer Rhinitis: Nasensprays mit Wirkstoffkombination. Wenn die Behandlung des allergischen Schnupfens mit einem der gängigen Monopräparate (also mit nur einem Wirkstoff) allein keine ausreichende Besserung bringt, kann eine Wirkstoffkombination sinnvoll sein. Für diesen Fall2 stehen spezielle Nasensprays zur Verfügung, die sowohl ein Antihistaminikum als auch ein Glukokortikoid enthalten.

Bei starkem Heuschnupfen:
Lorano® Azelastin/Fluticason Allergiespray bei Heuschnupfen

Lorano® Allergiespray bei Heuschnupfen wurde eigens zur Behandlung von mittelschweren bis schweren Symptomen bei Pollenallergie entwickelt3, wenn bisher nichts ausreichend geholfen hat.

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Vereint Schnelligkeit und Stärke in einem Spray:

  • Mit 2 Wirkstoffen: Azelastin (Antihistaminikum) und Fluticason (Glukokortikoid)
  • Antiallergisch und antientzündlich
  • Zwei Wirkstoffe - zweifach stark4
  • Schnell: Wirkt in 5 Minuten5
  • Starke Wirkung an Nase und Augen
  • Wirkt bis zu 24 Stunden bei 2-mal täglicher Anwendung
  • Gut verträglich – Langzeitanwendung möglich

Für Erwachsene ab 18 Jahren.

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  • 3 Wenn eine Monotherapie mit nasalem Antihistaminikum oder einem Glukokortikoid nicht als ausreichend erachtet wird.
  • 4 Stärker als Fluticason alleine. Stärker als Azelastin alleine.
  • 5 Erste Linderung in 5 Minuten. Regelmäßige Anwendung über mehrere Tage steigert die Wirkung.

Cromone Cromone spielen eine untergeordnete Rolle bei der Therapie der allergischen Rhinitis. Diese „Mastzellstabilisatoren“ können aber aufgrund des günstigen Nebenwirkungsprofils mitunter für Kleinkinder und Schwangere eine Option sein. Cromone sind schwächer wirksam als Antihistaminika und es dauert länger, bis ihre Wirkung eintritt. Daher müssen sie schon etwa 48 Stunden vor Beginn der Allergieexposition (im Sinne einer Prophylaxe) angewendet werden.

Leukotrienrezeptor-Antagonisten: Eine Therapieoption insbesondere für Patienten mit persistierender allergischer Rhinitis (Symptome ≥ 4 Tage/Woche und ≥ 4 Wochen/Episode): Wenn infolge der Pollenallergie allergisches Asthma auftritt, können sogenannte Leuktorienrezeptor-Antagonisten allein oder in Kombination mit einem Antihistaminikum eingesetzt werden.

Hyposensibilisierung: Ursächliche Behandlung

Die sogenannte allergenspezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung) bietet die Möglichkeit einer ursächlichen Behandlung von Allergien. Dazu werden die Allergene in niedriger Dosierung und regelmäßigen Abständen in Form von Spritzen, Tropfen oder Tabletten verabreicht.

Ziel ist es, das Immunsystem nach und nach an die Allergieauslöser (z. B. Pollen) zu gewöhnen. Auf diese Weise sollen allergische Symptome mit der Zeit deutlich abgemildert werden oder sogar ganz ausbleiben.

Speziell bei Heuschnupfen ist die Hyposensibilisierung sehr erfolgversprechend und wird daher oft empfohlen.

Zu beachten ist, dass viel Zeit für diese Behandlung eingeplant werden muss: Sie erstreckt sich meist über mehrere Jahre und sollte deshalb möglichst früh im Krankheitsverlauf zum Einsatz kommen.

Heuschnupfen: Behandlung frühzeitig beginnen

Die Symptome bei Heuschnupfen können sehr belastend sein und die Lebensqualität empfindlich einschränken. Zudem bestehen die Beschwerden in der Regel nicht nur für die Dauer einiger Tage – bei vielen Betroffenen erstreckt sich die Allergiesaison über viele Wochen oder sogar Monate. Umso wichtiger ist es, Heuschnupfen ernst zu nehmen und frühzeitig zu behandeln. Denn…

  • … Allergiebeschwerden wie Schnupfen, juckende Augen und Niesattacken können den Alltag stark beeinträchtigen, den Schlaf stören und auch zu Leistungseinbußen in Schule und Beruf führen.
  • … auf lange Sicht kann sich aus einem allergischen Schnupfen ein allergisches Asthma entwickeln.
  • … manche Betroffene reagieren von vornherein auch mit schweren Symptomen wie Atemnot.
  • … die Allergie kann sich ausbreiten und dazu führen, dass man zum Beispiel auf immer mehr Pollenarten oder auch auf Hausstaubmilben allergisch reagiert.

Allergieauslöser meiden

Wie bei allen Allergien wird auch bei Heuschnupfen empfohlen, den Kontakt zum Allergieauslöser so gut wie möglich zu vermeiden. Leider ist das speziell bei einer Pollenallergie nur eingeschränkt möglich – schließlich ist der reizende Blütenstaub fast überall in der Luft und wird auch in Innenräume eingetragen. Dennoch können folgende Maßnahmen helfen, die Pollenbelastung zu reduzieren:

  • Bei starkem Pollenflug Aktivitäten im Freien möglichst vermeiden – dafür am besten tagesaktuelle Pollenflugvorhersagen nutzen.
  • Die eigenen vier Wände und insbesondere das Schlafzimmer möglichst pollenfrei halten: Um das zu erreichen, sollte zum Beispiel nur morgens (in der Stadt) oder abends (auf dem Land) gelüftet werden. Ein Pollenschutzgitter vor dem Fenster kann den Eintrag von Pollen in Innenräume zusätzlich reduzieren. Durch regelmäßiges Wischen von Böden und anderen Oberflächen (z. B. Möbel) kann die Pollenbelastung ebenfalls verringert werden. Vor dem Zubettgehen empfiehlt es sich zu duschen, um Blütenstaub zu entfernen, der sich auf der Haut oder in den Haaren abgelagert hat.

Tipps bei Heuschnupfen

Pollenflugvorhersage beachten

Pollenflugvorhersage beachten

Die Meidung des jeweiligen Allergieauslösers ist eine wichtige Basismaßnahme bei Heuschnupfen. An Tagen mit besonders hoher Pollenkonzentration sollten Sie daher möglichst auf Aktivitäten im Freien verzichten und die Fenster geschlossen halten. Informieren Sie sich anhand eines Pollenflugkalenders, wann die Pollen fliegen, die bei Ihnen Beschwerden auslösen. Da die Blütezeit der jeweiligen Pflanzen je nach Wetter und Region unterschiedlich ausfallen kann, ist eine tagesaktuelle Pollenflugvorhersage besonders hilfreich.

Gut zu wissen: Wenn Sie bei hoher Pollenbelastung draußen unterwegs sein müssen, kann das Tragen einer Brille (z. B. Sonnenbrille) und eines Mund-Nasen-Schutzes den Kontakt mit den Allergenen reduzieren. Wichtig: Mund-Nasen-Schutz regelmäßig austauschen.

Heuschnupfen ernst nehmen

Heuschnupfen ernst nehmen

Wird man bei einer Allergie nicht frühzeitig aktiv, können sich die Beschwerden auf die unteren Atemwege verlagern („Etagenwechsel“; allergisches Asthma). Ein Allergietest beim Arzt ist der erste Schritt, um die Diagnose zu sichern und eine geeignete Therapie einzuleiten. Zur Behandlung von akuten Beschwerden stehen z. B. Antihistaminika und/ oder kortisonhaltige Nasensprays zur Verfügung.

Eine Möglichkeit der ursächlichen Behandlung bietet die meist über Jahre dauernde Hyposensibilisierung – das Immunsystem soll Schritt für Schritt an das Allergen gewöhnt werden.

MometaHEXAL® Heuschnupfenspray

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  • Besonders wirkstark: Antiallergisch und antientzündlich
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Nicht immer lässt sich eine Pollenallergie mit antiallerigischen Medikamenten einfach in den Griff bekommen – das gilt vor allem, wenn der Heuschnupfen stark ausgeprägt ist. Speziell für diese Fälle gibts es jetzt neu Lorano® Allergiespray bei Heuschnupfen. Das Allergiespray enthält zwei Wirkstoffe in Kombination und besitzt eine antiallergische und gleichzeitig auch eine antientzündliche Wirkung. Obwohl es als Nasenspray angewendet wird, reduziert es sowohl Symptome in der Nase als auch an den Augen.

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  • Zwei Wirkstoffe - zweifach stark4
  • Schnell: Wirkt in 5 Minuten5
  • Gut verträglich – zur Langzeitanwendung geeignet.

Für Erwachsene ab 18 Jahren geeignet.

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  • 4 Stärker als Fluticason alleine. Stärker als Azelastin alleine.
  • 5 Erste Linderung in 5 Minuten. Regelmäßige Anwendung über mehrere Tage steigert die Wirkung.

Richtig lüften

Richtig lüften

Wie hoch die Pollenbelastung ist, hängt nicht nur von der Jahreszeit ab – auch die Tageszeit und das Wetter spielen eine wichtige Rolle. So ist etwa die Pollenkonzentration auf dem Land morgens zwischen fünf und acht Uhr am höchsten, in der Stadt hingegen abends. Entsprechend sollte dann gelüftet werden. Ausnahme: Bei starkem Wind fliegen die Pollen den ganzen Tag über, weshalb dann die Fenster besser ganz geschlossen bleiben. Wenn es länger regnet, sind hingegen weniger Pollen in der Luft, sodass Sie getrost lüften können. Wichtig: Zunächst werden die Pollen vom Regen oft aufgewirbelt, sodass sich die Belastung kurzzeitig sogar erhöhen kann. Warten Sie daher am besten mindestens 15 Minuten ab, bevor Sie das Fenster öffnen.

Pollenlast in der Wohnung reduzieren

Pollenlast in der Wohnung reduzieren

Achten Sie während der Heuschnupfensaison auch darauf, die Pollenlast in Ihrer Wohnung möglichst gering zu halten. Wischen Sie zum Beispiel häufiger feucht durch und saugen Sie Polstermöbel regelmäßig ab. Ihr Staubsauger sollte über einen sogenannten HEPA-Filter verfügen, damit die Allergene nicht über die Abluft wieder im Raum verteilt werden. Um das Schlafzimmer möglichst pollenfrei zu halten, legen Sie getragene Kleidung stets außerhalb des Raumes ab und waschen Sie vor dem Zubettgehen Ihre Haare. Die Bettwäsche sollten Sie häufig wechseln. Auch Pollenschutzgitter an den Fenstern können vor allem im Schlafraum hilfreich sein.

Extra-Tipp: Heuschnupfen-Geplagte sollten ihre Wäsche nicht im Freien trocknen lassen – denn andernfalls haften die Pollen an sämtlichen Kleidungsstücken, Handtüchern und Co.

Urlaub clever planen

Urlaub clever planen

Dem Heuschnupfen einfach entfliehen – das geht, indem Sie Ihren Urlaub auf die Zeit legen, in der „Ihre“ Pollen Hochsaison haben. Fahren Sie dann zum Beispiel ins Hochgebirge (über 2000 Meter Höhe) oder ans Meer, denn dort ist die Luft deutlich pollenärmer als andernorts. Auf diese Weise können Sie sich eine Auszeit vom Heuschnupfen gönnen.

Extra-Tipp: Ein Urlaub ist nicht drin? Dann können Sie den Pollen im Hallenbad oder in der Sauna zumindest für ein paar Stunden entfliehen. Denn dort ist die Pollenbelastung in der Luft in der Regel sehr gering.

Vorsicht, Kreuzallergien!

Vorsicht, Kreuzallergien!

Die Allergene von Pflanzenpollen sind denen bestimmter Lebensmittel oft sehr ähnlich. Daher kommt es immer wieder vor, dass Pollenallergiker auch beim Verzehr dieser Nahrungsmittel mit allergischen Symptomen reagieren. So vertragen Baumpollen-Allergiker (z. B. Birke, Erle, Hasel) unter anderem oft auch keine Äpfel, Kiwis, Möhren oder Nüsse. Bei Kräuterpollen-Allergikern (z. B. Beifuß) kann es unter anderem zu allergischen Reaktionen beim Verzehr von Sellerie, Sonnenblumenkernen oder Gewürzen wie Paprika, Zimt oder Muskat kommen. Mediziner sprechen in diesem Zusammenhang auch von einer Kreuzallergie.

Symptome bei Heuschnupfen

Hauptsymptome

  • Fließschnupfen
  • Verstopfte Nase
  • Niesreiz und juckende Nase

Mögliche weitere Symptome

  • Tränende, gerötete und juckende Augen
  • Husten
  • Atembeschwerden bis hin zur Atemnot

Mögliche Begleitsymptome

  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen
  • Müdigkeit
  • Konzentrationsstörungen
  • Verminderte Leistungsfähigkeit
  • Appetitlosigkeit

Mögliche Folgeerkrankungen

  • Allergisches Asthma
  • Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Häufige Fragen rund um Heuschnupfen

Fließschnupfen, Niesreiz und tränende Augen – vor allem in der Anfangsphase werden Heuschnupfen-Symptome nicht selten mit einer Erkältung verwechselt. Eine eindeutige Diagnose kann nur der Arzt stellen. Die folgenden Hinweise können jedoch bei einer ersten Einschätzung helfen:

Heuschnupfen:

  • Die Symptome treten meist alle gleichzeitig und sehr plötzlich auf.
  • Anfallsartiges Niesen ist typisch für Heuschnupfen. Auch Juckreiz im Bereich von Nase, Augen und Rachen sind bei einer Pollenallergie besonders ausgeprägt.
  • Die Symptome verstärken sich bei Aufenthalt im Freien und lassen bei länger andauerndem Regen nach.
  • Heuschnupfen-Beschwerden können über Wochen oder sogar Monate bestehen.

Erkältung:

  • Die Symptome stellen sich nach und nach ein.
  • Erste Anzeichen sind meist ein Kratzen im Hals und Niesreiz. Anschließend stellen sich Schnupfen und Husten ein.
  • Nach spätestens zwei Wochen sollte eine Erkältung in der Regel abgeklungen sein.
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Grundsätzlich sollten Allergiker den jeweiligen Auslöser der Beschwerden meiden („Allergenkarenz“). Daher wird Heuschnupfen-Geplagten empfohlen, ihre Pollenbelastung mit bewährten Tipps so weit wie möglich zu reduzieren. Dennoch gelingt es in der Regel nicht, die Entwicklung von Allergiesymptomen vollständig zu vermeiden. Zur Linderung von akuten Beschwerden werden in der Regel Antihistaminika zum Einnehmen und/oder kortisonhaltige Nasensprays empfohlen. Nasensprays mit der Kombination aus einem Antihistaminikum und einem Glukokortikoid können insbesondere bei schwer ausgeprägten Symptomen sinnvoll sein, wenn diese auf die Behandlung mit einem Monopräparat (ein Wirkstoff alleine) nicht ausreichend ansprechen. Eine ursächliche Behandlung ist nur mit der sogenannten Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) möglich, die allerdings langfristig angelegt ist und akute Beschwerden nicht lindern kann. Mehr erfahren

Wie lange Ihre persönliche Heuschnupfen-Saison dauert, ist davon abhängig, auf welche Pflanzenpollen Sie allergisch reagieren. Grundsätzlich befinden sich fast das ganze Jahr über Pollen in der Luft. So fliegen bestimmte Baumpollen wie Hasel und Erle oft bereits ab Februar und erreichen ihren Höhepunkt im März, während die Hochsaison für Esche- und Birkenpollen meist im April beginnt. Sind Baumpollen-Allergiker im Mai also oft erlöst, beginnt für Gräser- und Kräuterpollen-Allergiker die Heuschnupfensaison erst so richtig. Der Höhepunkt ist in der Regel im Juni erreicht, Gräser- und Kräuterpollen befinden sich aber oft bis in den September hinein in der Luft.

Gut zu wissen: Je nach Witterung und Region muss hierzulande zwischen Dezember und Oktober mit Pollenflug gerechnet werden.

Das Immunsystem von Heuschnupfen-Geplagten reagiert überempfindlich auf bestimmte Pflanzenpollen. Es stuft die eigentlich harmlosen Pollen fälschlicherweise als schädlich ein und leitet eine Abwehrreaktion ein. In der Folge kommt es zu den typischen Heuschnupfen-Symptomen. Warum genau manche Menschen allergisch reagieren, ist bislang noch nicht vollständig erforscht. Man geht davon aus, dass neben einer genetischen Veranlagung auch äußere Einflussfaktoren (z. B. Luftverschmutzung, Tabakrauch) bei der Entstehung von Heuschnupfen zusammenwirken. Mehr erfahren

Das hängt vor allem davon ab, gegen welche Pollen man allergisch reagiert. Wenn Baumpollen die Beschwerden auslösen, ist im Frühjahr „Heuschnupfen-Saison“. Im Sommer sind vor allem die Pollen von Gräsern und Getreide in der Luft und Kräuter blühen bis in den späten Herbst hinein. Richtig Pech haben Heuschnupfen-Patienten, die auf mehrere Pollenarten reagieren, die zu unterschiedlichen Jahreszeiten blühen.

Die Pollenbelastung in der Luft schwankt jedoch auch in Abhängigkeit von Wetter, Umgebung und Uhrzeit: An warmen und trockenen Tagen ist mit starkem Pollenflug zu rechnen. Bei Dauerregen hingegen können Heuschnupfen-Geplagte in der Regel aufatmen – denn dann werden die Pollen quasi „weggewaschen“. Darüber hinaus ist die Pollenbelastung in der Stadt vor allem abends hoch, während die Pollen auf dem Land verstärkt in den Morgenstunden fliegen.

Hätten Sie's gewusst?

Mehr als 20 Prozent der Kinder und über 30 Prozent der Erwachsenen erkranken im Laufe ihres Lebens an einer allergischen Erkrankung. Am häufigsten kommt der Heuschnupfen vor.

In den westlichen Industrieländern ist die Zahl der Allergiker in den vergangenen Jahrzehnten teils um das Zwanzigfache gestiegen.

Ist ein Elternteil allergisch, liegt das Allergierisiko des Kindes bei rund 20 Prozent. Haben beide Elternteile eine Allergie, steigt das Risiko sogar auf über 50 Prozent an.

Im Kindesalter sind Jungen häufiger von Allergien betroffen als Mädchen. Ab der Pubertät kehrt sich das Verhältnis um.

Die einzige Möglichkeit zur ursächlichen Behandlung von Allergien ist die sogenannte Hyposensibilisierung.

Im Schnitt leben zwei bis zehn Millionen Hausstaubmilben in einer Matratze. Eine solche Population kommt sechs Wochen lang mit einem Gramm menschlicher Hautschuppen als Nahrung aus.

Der Begriff „Tierhaarallergie“ ist eigentlich falsch. Denn tatsächlich reagieren Allergiker auf bestimmte Eiweiße, die sich zum Beispiel in Speichel, Talg oder den Hautschuppen der Tiere befinden.

Echte Nahrungsmittelallergien kommen eher selten vor. Nur etwa drei Prozent der Erwachsenen sind betroffen. Hinter den Beschwerden stecken meist andere Ursachen – zum Beispiel Unverträglichkeiten oder eine Kreuzallergie.

Ähnlich wie bei anderen Hauterkrankungen kann Stress auch bei Nesselsucht die Symptome verschlimmern oder akute Schübe auslösen.

  • 2 Dr. Merz, R.: Allergische Rhinitis: Therapieoptionen und aktuelle Trends – Update 2023. Zertifizierte Fortbildung. Arzt CME. https://www.arztcme.de/wp-content/uploads/arztCME_Allergische-Rhinitis_update.pdf (Abrufdatum: 18.03.2026)

Autoren, medizinische Fachinformationen und Quellen

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Stand: zuletzt aktualisiert am 23.07.2025

Wissenschaftliche Standards:
Dieser Text entspricht den Standards und Vorgaben aus der ärztlichen Fachliteratur, folgt den einschlägigen medizinischen Leitlinien, Veröffentlichungen von Fachgesellschaften sowie aktuellen Studien und wurde von Fachjournalisten geprüft. Mehr zu unseren Qualitätssicherungsstandards

Autoren:

Tatiana Schmid

Tatiana Schmid, Chefredaktion Gesundheit und Ernährung

Tatiana Schmid ist Diplom-Oecotrophologin und eine profilierte Fachjournalistin für Gesundheit, Medizin und Ernährung mit über einem Jahrzehnt redaktioneller Erfahrung. Mehr zur Autorin Tatiana Schmid

Jennifer Hamatschek

Jennifer Hamatschek, Chefredaktion Medizin und Pharmazie

Jennifer Hamatschek hat Germanistik und Pharmazie an der LMU München studiert. Sie ist eine renommierte Fachjournalistin für Medizin und Gesundheit, die seit über 15 Jahren komplexe medizinische Inhalte zielgruppengerecht und evidenzbaisert aufbereitet. Mehr zur Autorin Jennifer Hamatschek

ICD-Codes:

ICD-Codes (International Classification of Diseases) sind weltweit anerkannte medizinische Verschlüsselungen für Diagnosen. Sie werden von Ärzt:innen verwendet, um Krankheiten und Gesundheitsstörungen eindeutig zu klassifizieren und finden sich beispielsweise in Arztbriefen, Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen und Abrechnungen mit Krankenkassen.

Quellen:

Fachliche Endprüfung und Qualitätssicherung:

Sandra Winter

Sandra Winter, Gesundheitsredaktion

Sandra Winter ist eine erfahrene Gesundheitsjournalistin mit ausgewiesener Expertise in den Bereichen Ernährungswissenschaften, alternative Heilmethoden und Sportmedizin. Mit über 15 Jahren Erfahrung steht Sandra für vertrauenswürdige, wissenschaftlich fundierte und gut recherchierte Gesundheitsinformationen – immer am Puls aktueller Forschung und Trends in der Gesundheitsbranche. Mehr zu Sandra Winter

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